BAP live … dazu muss man eigentlich nicht viel sagen, ich versuche es trotzdem, nicht sooo viel, aber zumindest ein paar Gedanken und Eindrücke vom Konzert am 22.07.2014 auf dem Tollwood in München…  ;o)

BAP zieht den Stecker  - heisst diese Tour, weil Unplugged von einem grossen TV Sender mit 3 Buchstaben geschützt wurde – bin mal gespannt, wann der erste versucht, sich *Tour* schützen zu lassen und welche verwirrte Behörde dem zustimmt.

Die Welt wird immer bekloppter – oder zumindest die darauf wandelnden Gestalten. Daher tut es gut, wenn eine bodenständige Truppe ihre Instrumente in die Hand nimmt und ein Potpourri an alten Erinnerungen aufwecken.

*Ussjestöpselt* hätte zu den kölschen Wurzeln der Band besser gepasst, aber sie sind ja in ganz Deutschland auf Tour und freuen sich, wenn sie verstanden werden.

BAP - zieht den Stecker

 

Die Wohnzimmeratmosphäre, die auf der Bühne durch eine schlichte Tischlampe verdeutlicht wurde, übertrug sich auf das ganze Zelt, das ausnahmweise bestuhlt war. Besofat oder besesselt hätte zwar besser gepasst, aber leider zuviel Platz im Zelt beansprucht.

Wenn dann Tina, Wolfgangs Schutzengel erster Güte, 2 Reihen vor einem sitzt, ist es schon fast ein *familiäres* Treffen – zumindest in den ersten Reihen.

An dieser Stelle mal einen ganz grossen Dank an Tina – ohne deren schnelle Reaktion am o2.11.2011 dieses wunderbare Konzert gar nicht möglich gewesen wäre.

BAP höre ich seit Urzeiten ;o)  Schon damals bei den ersten grösseren Konzerten, die über Köln heraus bekannt wurden, und deren Ruf mich in Duisburg erreichte , war ich dabei und freue mich um so mehr, dass sie auch immer wieder gerne ins, mir inzwischen zur Heimat gewordene, ferne Bayern stolpern.

Aber zurück zum Konzert am 22.07.2014 auf dem Tollwood.

Die Arrangements waren teilweise an die (fast) akustische Spielweise angepasst, ältere Songs teilweise durch Wolfgangs eigene *Qualitätssicherung* gefiltert und leicht verändert.

Das Intro zu Kristallnach war aufgrund des unerwarteten Intros von Michael erst nach und nach zu erkennen, entfachte aber dann im ganzen Zelt einen Jubel, als auch der letzte begriffen hatte, um welches Stück es sich gerade handelt. Es dürfte immer noch mit das bekannteste Lied aus dem Repertoire der Band sein und da hielt es dann kaum noch einen auf den Sitzen.

Ein paar Lieder später, bei Verdamp lang her, bei dem natürlich an Sitzen auch nimmer zu denken war, sang jemand hinter uns zeitweise in einer so schrägen Schieflage mit, dass ich dachte, die Band käme aus Pisa und nicht aus Köln. Aber die Gesangsdohle hinter uns war ein Vollblutfan, sehr begeistert und sehr laut. Zum Glück waren BAP lauter und hielten sich an die bekannten Tonlagen, wodurch der Kölner Dom dann doch wieder ins Lot kam ;o)

Do kanns zaubere – wunderbare Performance und wie immer bei dem Lied so ein leichter Klos im Hals. Der Text ist einfach zu gut und kommt in dieser Version genau dort an, wo er hingehört – in Herz & Bauch.

Zum Schluss, als der Applaus ein wenig leiser wurde, bedankte sich Wolfgang (wie immer in München) wieder dafür, dass alle so täten, als würden sie jedes Wort verstehen. Man hat es halt nicht leicht in einer Welt, in der Kölsch nur von einem Bruchteil des Bruchteils der Weltbevölkerung gesprochen wird ;o)

Auf jeden Fall freue ich mich wirklich sehr auf die Ende August erscheinende  Doppel CD *Das Märchen vom gezogenen Stecker* um diese Reise durch alle BAP-Jahre erneut durch den Kopf fliessen zu lassen ;o)

 

BAP auf dieser Tour:

Wolfgang Niedecken – Gesang & Erzähler, div Gitarren, Mundharmonika

Jürgen Zöller - Schlagzeug

Werner Kopal – Kontra & Bass

Michael Nass – Keyboard

Ulrich Rode – Gitarre und diverse andere Instrumente

Anne de Wolff - Geige & Bratsche & & &

Rhani Krija – Percussion mit allem was klingen kann

 

Und da die musikalische Auffrischung in Form der Doppel-CD noch etwas auf sich warten lässt, hier ein paar optische Eindrücke und Erinnerungen – dank Lightroom sind sogar die Bilder vom Handy brauchbar ;o)

 

CU beim nächsten Konzert – Golo ;o)